Als Start-Up den richtigen Businessplan erstellen ist wichtig, weil der Businessplan sozusagen das Herzstück bei einer Antragstellung für einen Kredit ist. Natürlich ist ein perfekter Businessplan noch keine Garantie für eine Bewilligung des Kredits. Dies gerade auch weil der Erfolg von anderen Faktoren (z.B. Unternehmerpersönlichkeit und Sicherheiten) abhängig ist. Warum ist ein Businessplan trotzdem wichtig? Was sind die notwendigen Inhalte für das Gelingen eines Businessplans? Welcher Vorbereitung bedarf es? Soll man den Plan selber machen oder sich Hilfe holen? Hier erfährst Du die Antworten

Als Start-Up den richtigen Businessplan erstellen


Warum muss/sollte man als Start-Up einen richtigen Businessplan erstellen?

Erst mit einem guten Businessplan kann dem Bankberater oder einem Investor die Tragfähigkeit der Geschäftsidee realistisch und plausibel dargelegt werden – und das ist zunächst das wichtigste Kriterium.

Gerade wenn das Unternehmen noch am Anfang steht, braucht es Struktur. Denn nur, wenn ein potenzieller Kreditgeber oder Investor von der Geschäftsidee überzeugt ist, interessiert er sich näher für die Idee. Im Umkehrschluss bedeutet das: Ohne Businessplan kein Invest oder Gründerkredit – ohne dies kein schnelles Wachstum.

Aber auch unabhängig von einer Fremdfinanzierung und einer Antragstellung beschäftigt sich der Gründer mit seiner Idee und bringt diese fundiert zu Papier. Es beginnt zwar alles mit einem Traum, doch die innere Überzeugung schafft auch so ein fundierter Businessplan bei einem selbst, dann – wenn nötig – beim Bankberater oder Investor, aber ganz sicher beim Kunden, auch wenn er diesen nur in der Umsetzung zu Gesicht bekommt.

Es ist so, als ob man einen Lied komponiert. Die Arbeit im Vorfeld kennt nur der Komponist, aber final geht es darum, mit seinem „Song“ das Publikum zu erreichen und das Publikum hört letztlich nur die Stimme und die Instrumente.

Wie bringt man die Geschäftsidee zu Papier?

Klingt simpel in der Theorie, bedeutet in der Praxis dennoch eine Menge an Arbeit. Wer meint, beim Schreiben des Businessplans lässig und unsorgfältig sein zu können, um Zeit und Kosten zu sparen, der wird früher oder später unweigerlich nicht den Erfolg haben, den er haben könnte. Dieses Dokument bildet nämlich das grundlegende Fundament für die zukünftige Entwicklung eines Unternehmens.

Länge und Umfang variieren von Firma zu Firma und sind größtenteils abhängig vom Gründungsvorhaben sowie von der Art des Geschäftsmodells. Zwischen 20 und 100 Seiten ist alles möglich. Doch viel entscheidender als die Länge des Businessplans ist dessen Inhalt. Online kann man eine Vielzahl an Beispielen finden, die einem helfen, an welcher Stelle man was formulieren sollte, wenn man sich für eine Vorlage oder ein Muster entschieden hat. Den Inhalt in dieser Form gibt es aber natürlich noch nicht.

Drei Arten von Geschäftsideen!

Im Grunde lassen sich alle Geschäftsideen in drei Kategorien mit den Überschriften Bewährtes, Verbessertes und Neues einteilen.

1. Eine bewährte Geschäftsidee

Diese enthält alle Geschäftsideen, die bereits mehrfach erprobt sind. Hierzu zählen u.a. Fitnessstudio, Restaurant, Friseur oder auch eine Marketingagentur wie INGE. Man muss das Rad nicht neu erfinden und kann auch mit einer bewährten Geschäftsidee erfolgreich sein. Voraussetzung dafür ist:

  • Durchsetzung gegenüber den Wettbewerbern
  • Das Unternehmen einzigartig

Oftmals wird hier auch das Thema Übersättigung angesprochen. Aber ist einem schon mal aufgefallen, dass gerade an Orten, an denen es viele Bars und Restaurants gibt, sich auch viel Publikum aufhält? Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft, also wieso nicht das eigene, wenn man besser ist.

Auch die Übernahme bzw. Weiterführung eines Unternehmens ist eine bewährte Geschäftsidee. Auch hier gibt es spannende Beispiele, bei denen erst mit den Nachfolgern der Durchbruch gelang.

2. Verbesserte Geschäftsideen

Manchmal beruht der Erfolg eines Unternehmens darauf, ein Problem einen Tick besser zu lösen, als bisher. Wenn dein Angebot einfacher, gesünder, umweltfreundlicher oder exklusiver ist, als das deiner Wettbewerber, bist du auf einem guten Weg.

Um eine Geschäftsidee zu verbessern, solltest du folgende Punkte klären:

  • Welches Problem kann ich besser lösen, als bestehende Unternehmen?
  • Was kann ich weglassen, hinzufügen oder abwandeln, um eine bessere Lösung zu erreichen?
  • Warum halten die bestehenden Unternehmen an der alten Lösung fest?
  • Ist meine Lösung so viel besser, dass die Kunden ihre Gewohnheiten aufgeben und bereit sind, zu wechseln?

Wichtig ist, dass sich die Verbesserung auf den Kundennutzen bezieht. Überlege dafür, wie du eine bewährte Geschäftsidee aus Kundensicht verbessern könntest.

3. Neue Geschäftsideen

Eine völlig neue Geschäftsidee zu entwickeln und damit ein Problem zu lösen, für das es noch gar keine Lösung gibt – das gilt in der Gründerszene als Königsdisziplin.

Folgende Fragen sind aufschlussreich, wenn du diesen Weg einschlagen möchtest:

  • Welches Problem löst du, für das es noch keine Lösung gibt?
  • Für wen ist dieses Problem bedeutsam?
  • Suchen deine potenziellen Kunden überhaupt nach einer Lösung?
  • Warum gibt es noch keine Lösung?

Neue Geschäftsideen sind häufig besonders riskant, weil unklar ist, ob sich überhaupt eine Zielgruppe findet und ob die technische Umsetzung klappt. Das ist bei Unternehmen, die auf ein bewährtes Konzept setzen, nicht der Fall. Dafür müssen sie sich stärker mit dem Wettbewerb herumschlagen und eine Strategie finden, sich neben den Platzhirschen der Branche zu behaupten.

Wie ist die Struktur von einem Businessplan?

Wenn es um die Finanzierung Ihrer Firma geht, ist ein vollständiger und übersichtlicher Businessplan das wichtigste in der Realisierung eines erfolgreichen Geschäftskonzeptes.

Denn wie der Name schon sagt, dient er dazu, die Gründung Ihres Unternehmens zu planen und den Kapitalbedarf zu erfassen. Er fungiert sozusagen als Geschäftsplan, den Sie erstellen müssen, um mögliche Geldgeber davon zu überzeugen, in Ihre Firma zu investieren.

Damit umfasst er folgende Funktionen:

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1.) Ausführliche Zusammenfassung der Geschäftsidee

Die vorangestellte Zusammenfassung soll Ihre Idee kurz und prägnant (auf max. 1-2 Seiten) zusammenfassen.

2.) Gründer(team)

Die Gründerpersönlichkeit entscheidet über den Erfolg der Firma – Dies skizzieren sie mit dem Lebenslauf, der Qualifikationen und Erfahrungen.

3.) Standort

Beschreibung des Standortes sowie Analyse.

4.) Wettbewerbs-Analyse & Markteinschätzung

Eine grundlegende Analyse des Marktes, der Zielgruppe und der Mitbewerber ist durchzuführen. Wo liegt Ihr Alleinstellungsmerkmal?

5.) Geschäftsidee

Alle Informationen zum Produkt, zum Beispiel Herstellungsverfahren und -kosten oder Gewinnmargen sind anzugeben. Bei Dienstleistungen sind diese zu beschreiben.

6.) Ziele und Strategien

Bei der Auflistung der unternehmerischen Ziele sollten Sie nicht vergessen, die konkreten Maßnahmen zu beschreiben, mit denen Sie Ihre Visionen umsetzen werden und welchen Kundennutzen Sie bieten.

7.) Marketingplan

An dieser Stelle erfolgt eine kurze Beschreibung der gewählten Marketinginstrumente, mit denen Sie Kunden gewinnen wollen.

8.) Organisation, Recht und Steuern

Sie müssen die Rechtsform Ihrer Firma bestimmen sowie Eigentümer- und Anteilsstrukturen. Personalbedarf dürfen ebenfalls nicht fehlen.

9.) Finanzplan

Dreh- und Angelpunkt des Businessplans ist der Finanzplan – wichtige Stichpunkte für Sie als Gründer sind dabei unter anderem Liquiditätsplanung, Investitionsplan und Rentabilitätsvorschau mit Umsatz- & Kostenplan.

10. SWOT-Analyse

Hier stellen Sie final Ihre Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken übersichtlich dar.

Welche Anforderungen haben Banken an einen Businessplan?

Es sollte klar sein, dass der Businessplan nicht nur dem Existenzgründer einen Überblick über seine Finanzen liefert. Ebenso werden Geschäftspartner und Institutionen ihn sich ansehen, sofern ein Zuschuss für die (Weiter-) Entwicklung des Unternehmens benötigt wird. Mögliche KfW-Förderprodukte findet man hier. Zu den Anforderungen zählen:

  • Präzisierung des Geschäftsmodells
  • Festlegung strategischer und betriebswirtschaftlicher Zielsetzungen
  • Überprüfung der Geschäftsidee auf Durchführbarkeit und wirtschaftlichen Erfolgsaussichten
  • Voraussetzung bei Beantragung öffentlicher Fördermittel
  • Basis für zukünftige unternehmerische Strategien und Entscheidungen
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Welche Vorbereitung bedarf es für einen Businessplan – darauf sollte man achten!

Es klingt lapidar, ist aber nicht selten ein Grund, warum viele kreative Unternehmensgründer bereits an der Erstellung ihres Businessplans scheitern: Ein effizientes Zeitmanagement fehlt. Die Erstellung des Dokuments sollte Ihnen selbstverständlich nicht unnötig Zeit rauben, die Sie in die Entwicklung Ihrer Firma stecken könnten. Andererseits ist es mit ein paar Stunden an einem freien Nachmittag auch nicht getan. Je nachdem, wieviel Zeit Sie erübrigen können und wie umfangreich Ihr Plan sein wird, sollten Sie mit circa 7 bis 14 Wochen rechnen, in denen Sie am Businessplan arbeiten werden. In diesen Zeitraum fallen:

Zeitplan für einen Businessplan

  • Recherche (2 Wochen)
  • Beschreibung der Geschäftsidee (1 Wochen)
  • Planung & Kalkulation (1 Wochen)
  • Textliche Darstellung (2 Wochen)
  • Zusammenfassung (1 Woche)
  • Layout (1Woche)
  • Korrektur & Abschluss (1 Woche)
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Branchenabhängige Besonderheiten beachten

Je nach Art des Unternehmens müssen Sie als Gründer den Businessplan inhaltlich unterschiedlich gestalten. Während in der Dienstleistung beispielsweise ein realitätsnaher Bedarf zu berücksichtigen ist, sind angehende Einzelhändler dazu angehalten, Dinge wie Lage, Kaufverhalten und Kaufkraft zu analysieren.

Übersichtlichkeit und Konsistenz

Achten Sie darauf, dass Text- und Zahlenteil zueinanderpassen und sich keine Widersprüche ergeben. Insbesondere die Zahlen sollten schlüssig und nachvollziehbar sein.

Beratungsangebot in Anspruch nehmen

Bevor Sie Ihren finalen Businessplan bei potenziellen Geldgebern für Gründerzuschüsse vorlegen, ist eine Überprüfung durch Fachleute ratsam. Nicht nur wegen Schreib- und Rechenfehlern, sondern vor allem in Bezug auf den Inhalt. Dafür können Sie sich an verschiedene Einrichtungen und Personen wenden wie zum Beispiel:

  • regionale Gründungsinitiativen
  • Handwerkskammer
  • Industrie- und Handelskammer
  • private Anbieter

Businessplan selbst erstellen oder erstellen lassen? Pro & Contra!

Kommen wir gleich zum Punkt. Ein eindeutiges Pro oder Contra wird es generalisiert nicht geben. Was für den einen eher ein „Pro erstellen lassen“ ist, kann für den anderen eher ein „Pro selbst erstellen“ sein. Dennoch möchte ich folgende Fragen aufwerfen, die jeder für sich beantworten sollte, um damit entscheiden zu können, für welchen Weg er sich entscheidet:

Pro selbst erstellen definitiv, wenn man folgende zwei Fragen mit JA beantworten kann:

  1. Hat man im Freundes- & Bekanntenkreis vertrauenswürdige Sparringspartner, die einem helfen? Es ist immer besser, wenn jemand bei einen Businessplan mitwirkt, bevor es los geht.
  2. Hat man ausreichend in den Sachgebieten, die einen Businessplan und damit auch ein Unternehmen auszeichnet, das Fachwissen und die Erfahrung? Vertriebsstrategie, Marketingstrategie und Finanz- und Rechnungswesen als wichtigste Faktoren. Kurzum, kann man Business-Development.

Aber auch hier gilt Beratungsangebote in Anspruch nehmen.

In Sachen Pro erstellen lassen möchte ich nur anführen, dass INGE eine Mitwirkung des Gründers für unabdingbar hält. Letztlich geht es um den eigenen Erfolg, der ja nur gelingen kann, wenn man das tut, was man selbst versteht und einen Beitrag geleistet hat es zu Papier zu bringen. Bei einem Existenzgründerkredit kommt es ja auch zum Bankgespräch. Sich dennoch Hilfe geholt zu haben, ist nicht negativ und eher gerade eine kaufmännische Stärke. Man kann einfach nicht alles wissen oder in allem seine Stärken haben. Aber verstehen sollte man es dennoch, zumindest vom Grundsatz her, nicht unbedingt in der Fachtiefe. Der häufigste Fehler, als Start-Up den richtigen Businessplan zu erstellen, ist die unrealistische Vorstellung von Kosten. Oftmals auch eine fehlende bzw. unzureichende Marketing- oder Vertriebsstrategie. Oder vielleicht auch das fehlende Puzzle zum Produkt bzw. zur Serviceleistung oder zu einer speziellen Zielgruppe, an die man nicht gedacht hat bzw. mehr Erfolg bringt.


Was ist genau das Angebot von INGE bei einem Businessplan?

Das Angebot von INGE fokussiert das „Proof of Concept“, d.h. ist die Idee, die ein Start-Up Unternehmen hat, marktfähig. Kann es den Nutzer erreichen? Welche Marketingkanäle eigenen sich dafür? Wie sind die Vertriebswege? Und letztlich die Frage, ob sich die Idee wirtschaftlich realisieren lässt.

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